De/ReactOS installieren
From ReactOS
ReactOS Hardware Anforderungen
Egal, ob Sie ReactOS (EN) auf echter Hardware oder auf einen Emulator installieren möchten, ist es wichtig, die Minimalanforderungen zur Installation und zur Benutzung von ReactOS zu kennen.
- 32MB Arbeitsspeicher (Bitte beachten Sie: ReactOS Version 0.2.7 (EN) benötigt aufgrund eines Programmierfehlers im ersten Installationsschritt zur Installation mindestens 64 MB Arbeitsspeicher,
- IDE-Festplatte
- FAT16-/FAT32-Bootpartition
- VGA-kompatible Videokarte
- Standardtastatur (PS/2)
- PS/2-kompatible Maus oder serielle Microsoft-kompatible Maus
Weiterhin sollte eine der folgenden Netzwerkkarten funktionieren, wenn Sie TCP/IP-Netzwerkbetrieb testen wollen (in Kombination mit dem erforderlichen Treiber und Modifikationen in der Registry)
- NE2000-Klone
- Karten, die auf dem Realtek 8139-Chipsatz basieren
Auswählen der Installationsstrategie
Bevor Sie ReactOS installieren – oder aber, bevor Sie sich ein ReactOS-Installationsmedium besorgen, – ist es wichtig, dass Sie entscheiden, wie ReactOS auf Ihr Rechnersystem installiert werden soll. Obwohl ReactOS in Verbindung mit IDE-Diskettenlaufwerken und FAT16- sowie FAT32-Dateisysteme seit der Version 0.2.5 (EN) stabil ist, macht ReactOS weiterhin rasante und fundamentale Entwicklungen durch, mit keiner Garantie, dass keine Schäden an irgendeiner Hardware auftritt, auf der es läuft.
Daher ist zuallererst abzuwägen, ob Sie ReactOS in einer geeigneten Test- oder Entwicklungsumgebung, wie z.B. einem Emulator ohne direkten Plattenzugriff, betreiben möchten. Solche Möglichkeiten sind dann vorzuziehen, wenn die Maschine, auf der Sie ReactOS betreiben wollen, Ihr bevorzugter PC ist und/oder wenn Sie wichtige Daten auf diesem PC haben, bei denen Sie sich einen Verlust nicht leisten können (was passieren könnte, wenn ReatOS beispielsweise einen katastrophalen Fehler erfährt).
Entscheiden Sie sich trotz allem für eine Installation von ReactOS auf eine Festplatte, die ein bestehendes Betriebssystem enthält (z.B. Windows XP), so sollten Sie sicherstellen, dass die Festplatte mit einem Dateisystem formatiert wurde, auf das ReactOS zugreifen kann (also beschränkt auf FAT16 oder FAT32 bei den Versionen 0.2.6 (EN)), und dass genügend freie Festplattenkapazität auf dem Laufwerk besteht, sodass ReatOS installiert werden kann.
Weiterhin muss die derzeitige Hardware, auf die ReatOS beschränkt ist, mit dem Zielrechner verglichen werden (z.B: Die Beschränkung, dass nur auf IDE-Platten zugegriffen werden kann und ReactOS bis zur Version 0.2.6 nicht auf USB (EN)-Medien zugreifen kann.
Wenn die verfügbare Hard- und Softwaresituation abgeglichen ist, kann das Installationsmedium ausgesucht werden – als Beispiel, wenn Ihr Rechner ein ATA-CD-ROM und eine IDE-Festplatte, die keine unersetzlichen Daten beinhaltet, besitzt, wäre es eine gute Möglichkeit, ein ISO-Abbild von dem ReatOS-Installationsmedium auf eine CD-R zu schreiben und die Installation auf der IDE-Festplatte über CD-ROM abzuschließen.
ReactOS beschaffen
Derzeit können ReactOS-Installations-CD-ROMs weder im Handel gekauft noch bestellt werden. Wenn Sie ReactOS installieren möchten, müssen Sie selber eine Abbilddatei herunterladen und daraus eine ReactOS-Installations-CD-ROM auf ein CD-R- oder CD-RW-Medium schreiben.
Wo ReactOS heruntergeladen werden kann
Abbilder von ReactOS-Installations-CD-ROMs sind auf der ReactOS-Projektseite auf der Projektseite von Sourceforge hinterlegt. Sie können Abbilder direkt von der Sourceforge-Seite herunterladen, aber einige Benutzer bevorzugen das ReactOS-Portal. Beide haben exakt dieselben Downloadsoftware, es gibt es keinen echten Vorteil, das eine dem anderen vorzuziehen.
ReactOS-Seite
Die jeweils neueste Version finden sie im Download-Bereich von ReactOS.org.
- Wenn sie ReactOS installieren möchten, benötigen sie die "Installations-CD".
- Sie haben auch die Möglichkeit, ReactOS zuerst zu Testen, ohne es auf ihrer Festplatte instllieren zu müssen. Dazu benötigen sie die "Live-CD"
Sobald sie einen enstprechenden Eintrag angeklickt haben, öffnet sich kurz darauf ein Download-Dialog.
oder:
- Besuchen Sie die Download-Seite der ReactOS' Wiki
- Wählen Sie entweder den Link hinter "ISO Image" für die Festplatteninstallation oder "Live CD" um ReactOS ohne Installation zu testen (siehe oben).
SourceForge
- Besuchen Sie die ReactOS-Downloadseite auf SourceForge.
- Für die Installation auf Festplatte klicken sie auf die Datei "ReactOS-x.x.x-REL-iso.zip".
- Für die Live-CD ohne Festplatteninstallation klicken sie auf " ReactOS-x.x.x-REL-live.zip".
Das "x.x.x" in den Namen steht für die Versionsnummer. Diese kann z.B. lauten "0.3.4", sie wird aber aus Aktualitätsgründen nicht angegeben.
Info: In den oben angegebenen Quellen finden sie auch Diverse Pakete für Virtelle Maschinen und alle andere ReactOS-Versionen.
Erstellen einer ReactOS-Installations-CD-ROM
Die heruntergeladene Datei ist ein gepacktes ZIP-Archiv und beinhaltet eine einzige Datei mit dem Namen "reactos.iso“. Dieses ZIP-Archiv muss zuerst in ein beliebiges Verzeichnis entpackt werden. Danach muss es noch mit einem Brennprogramm auf CD gebrannt werden.
Brennen des ISO-Images mit Windows
Dazu benötigen sie ein beliebiges Brennprogramm mit ISO-Brennfunktion, z.B. Nero Burning Rom oder das kostenlose Burn4Free.
Brennen des ISO-Images mit GNU/Linux
Unter dem meisten Linux-Distributionen ist schon ein Brennprogramm vorinstalliert. Sollte das nicht der Fall sein, sollte man unter KDE "K3B" und unter Gnome "GnomeBaker" (Homepage momentan leider nicht erreichbar) installieren. Bei Fragen zur Installation und anderen Desktop's einfach mal die Homepage der Distribution ansteuern, dort dürfte sich im normalfall Hilfe zum Thema finden.
Alternativ kann man auch über die Kommandozeile das Image brennen. Dazu muss man folgendes Eingeben:
cdrecord -v -dao --dev=ATA:1,0,0 --driveropts=burnfree --speed=8 Datei
Nach "--speed=" kann man die Gewünschte Geschwindigkeit eintragen, wobei ich allerdings keine Geschwindigkeit höher als 16 empfehle, und anstatt "Datei" muss der Ort des ISO-Images angegeben werden. Beispiel: Wir wollen ein Image brennen, das in /home/little_linux_user/Desktop/reactos.iso liegende Image mit 4x Geschwindigkeit brennen, dazu geben wir folgendes ein:
cdrecord -v -dao --dev=ATA:1,0,0 --driveropts=burnfree --speed=4 /home/little_linux_user/Desktop/reactos.iso
ReactOS auf einen echten PC installieren
Von einer Installations-CD-ROM
- Legen Sie die ReactOS-Installations-CD-ROM in ein CD-ROM-Laufwerk und starten Sie Ihren Rechner erneut. Beim nächsten Hochfahren wird das Installationsprogramm starten. Zuerst erscheint der Schriftzug
Press any key to boot from CD
Also wie gesagt, einfach eine beliebige Taste drücken. Danach gelangen wir zur Sprachauswahl. Wählen sie für die Deutsche Sprache natürlich "German" aus. Nach zwei Dialogen, die wir beide mit ENTER bestätigen, kommen wir zur Geräteeinstellung. Diese sieht zum Beispiel so aus.
Mit einem weiteren Drücken der ENTER-Taste gelangen wir zum Partitionierungsmenü. Dort wird die Festplatte ausgewählt, auf der wir ReactOS installieren wollen. ReactOS ist leider nicht in der Lage, bestehende Partitionen zu verkleinern, deshalb müssen sie, falls sie keinen freien Platz zur Verüfung haben, eine alte Partition per D-Taste löschen (Beispiel) oder bereits freien Speicherplatz auswählen (Beispiel).
Sobald die Partitionsauswahl mit ENTER bestätigt wurde, muss man noch die Auswahl des Dateisystems bestätigen. Zur Auswahl hat man nur "FAT file system" oder "FAT file system (quick format)". Da das Partitionieren in beiden Fällen nicht sehr lange dauert, empfehle ich das Formatieren ohne "quick format".
Nun kommen wir zur Auswahl des Ordners für die Installationsdateien. Dieses ist Vergleichbar mit dem "WINDOWS"-Verzeichnis und kann einfach mit ENTER bestätigt werden, solange man ReactOS nicht in einem anderen Verzeichnis als dem Standardverzeichnis "/ReactOS" installieren möchte.
Danach werden die Dateien kopiert, was einem Moment dauern kann. Danach muss der Bootsektor ausgewählt werden. Sollte ein anderes Betriebssystem paralell zu ReactOS installiert sein, sollten sie ein bisschen weiter unten Die Technischen Anmerkungen zum FreeLoader lesen und sich danach zu entscheiden. Ansonsten, wenn ReactOS das einzigste System ist, ganz normal "Boot-Sektor in MBR installieren" auswählen.
Nun ist die Installation abgeschlossen und sie werden vom Setup aufgefordert, sämtliche Installationmedien von ReactOS, im Normalfall eine CD, zu entfernen, was sie natürlich auch tun. Mit einem druck der ENTER-Taste startet das System neu und sollte einsatzbereit sein.
Technische Anmerkungen
Veränderungen auf der Festplatte zum Laden von ReactOS
FreeLoader
FreeLoader (EN), der ReactOS-Bootloader, setzt sich aus zwei Dateien zusammen, einer ausführbaren (FREELDR.SYS) und einer Konfigurationsdatei in Windows' INI-Format (FREELDR.INI). Beide Dateien werden in das Wurzelverzeichnis der aktiven Partition kopiert.
Der FreeLoader-Bootcode, welches ein kleines Programm zum Laden der FREELDR.SYS ist, kann auf verschiedene Arten installiert werden, abhängig vom vorher existierenden Betriebssystem. Die Installationslogik versucht es in folgender Reihenfolge:
- Wenn der Windows NT/2000/XP-Bootmanager auf der aktiven Partition gefunden wird, wird der existierende Bootmanager zum Hochfahren von ReactOS konfiguriert. Der FreeLoader-Bootcode wird in eine Datei namens BOOTSECT.ROS im Wurzelverzeichnis der aktiven Partition geschrieben und ein Eintrag namens „ReactOS“ wird in die BOOT.INI geschrieben. Dieser verweist auf die Datei BOOTSECT.ROS
- Der Windows NT/2000/XP-Bootmanager wird durch die Anwesenheit der Dateien NTLDR und BOOT.INI im Wurzelverzeichnis der aktiven Partition entdeckt.
- Um den FreeLoader zu deinstallieren, löschen Sie die Dateien BOOTSECT.ROS und entfernen Sie den "ReactOS" Eintrag aus der versteckten BOOT.INI-Datei.
- Falls MS-DOS oder Windows 95/98/ME auf der aktiven Partition gefunden wird, wird der ursprüngliche Bootsektor in einer Datei namens BOOTSECT.DOS im Wurzelverzeichnis der aktiven Partition gesichert. Der FreeLoader-Bootcode wird dann auf den Bootsektor der aktiven Partition geschrieben. Deshalb wird FreeLoader Ihr primärer Bootmanager. Von dessen Bootmenü aus sind Sie in der Lage, ReactOS und Ihr bestehendes Betriebssystem zu starten.
- MS-DOS und Windows 95/98/ME werden durch die Anwesenheit der Dateien MSDOS.SYS und IO.SYS im Wurzelverzeichnis der aktiven Partition entdeckt.
- Um FreeLoader zu entfernen, starten Sie von Ihrer MS-DOS- oder Windows-Wiederherstellungsdiskette und führen Sie den Befehl “SYS C:" aus. Danach kann die Datei BOOTSECT.DOS sicher entfernt werden.
- Falls keines der bekannten Betriebssysteme auf der aktiven Partition gefunden wird, wird der originäre Bootsektor in der Datei BOOTSECT.OLD im Wurzelverzeichnis der aktiven Partition gesichert. Der FreeLoader-Bootcode wird ist dann im Bootsektor der aktiven Partition niedergeschrieben. FreeLoader wird dadurch zu Ihrem primären Bootmanager. Bitte beachten Sie, dass Sie selbstständig die Konfigurationsdatei FREELDR.INI editieren müssen, um das vorher existierende Betriebssystem starten zu können, da FreeLoader keine Kenntnisse hat, wie er es starten soll.
- Um FreeLoader zu entfernen, stellen Sie den Bootsektor auf Ihrer aktiven Partition aufgrund der BOOTSECT.OLD-Datei wieder her. Details, wie Sie vorzugehen haben, sind von dem jeweiligen Betriebssystem abhängig.
Bitte beachten Sie: Falls die aktive Partition ein FAT32-Dateisystem benutzt, passt der Bootcode nicht in einen einzigen Sektor. Microsoft benutzt die Sektoren 0 und 12, während FreeLoader die Sektoren 0 und 14 benutzt. Daher sollten keine Konflikte mit existierenden Bootloadern auftreten.
Bitte beachten Sie: Die Unterstützung für andere Betriebssysteme wird in Zukunft verbessert.
ReactOS auf einen Emulator installieren
Emulatoren
Emulatoren sind Softwareprogramme, welche eine virtuelle Hardwareplattform anbieten. Softwareanweisungen, die auf der Hardware laufen würden, werden nun durch die Emulatorensoftware interpretiert. Dies erlaubt einem das Ausführen einer Software auf einer anderen Art von Hardware in einem Fenster auf Ihrem Rechner. Obwohl die Ausführung einer Software auf virtuellen Systemen wesentlich langsamer sein wird, entstehen mehrere Vorteile:
- Sie können ein vollständig anderes Betriebssystem ausprobieren, ohne an Ihrem echten System „herumbasteln“ zu müssen.
- Sie können potenziell instabile Software betreiben, ohne um Schäden an Ihrem echten System fürchten zu müssen.
- Für Betriebssystementwickler bietet sich ein Weg zur Fehlerbehebung an, ohne ständig das System neu zu starten.
Bochs
Bochs (EN) (ausgesprochen "box") ist ein Emulator für Rechnersysteme mit x86- oder x64-Architekturen. Er kann auf dem DOS/Windows- und Linux-Betriebssystem inter alia laufen, und emuliert ein IBM PC-System inklusive einer 386, 486 oder Pentium CPU. Bochs stellt auch I/O-Ports und BIOS-Emulation bereit, genauso wie viele andere Hardwarekomponeneten der Systemebene (wie Videodarstellungshardware, Diskcontroller und Netzwerkkarten), so dass das emulierte System diverse Betriebsysteme wie unter anderen Linux, DOS, Windows 95, Windows NT 4, und ReactOS, laufen lassen kann.
Die Software wurde ursprünglich von Kevin Lawton geschrieben und wird nun durch das Bochs SourceForge-Projekt weiterentwickelt.
Installation von ReactOS auf virtuellen Systemen
Virtuelle EDV
Eine virtuelle Maschine ist ein Softwareprogramm, welches ähnlich wie ein Emulator eine virtuelle Hardwareplattform anbietet. Softwareanweisungen, die normalerweise auf der Hardware laufen würden, werden durch die virtuelle Umgebung aufgefangen, und abhängig von den Anweisungen entweder über die CPU oder durch emulierte Software ausgeführt. Virtuelle EDV erlaubt als Ergebnis die Möglichkeit, die Mehrheit der Instruktionen auf der originalen CPU auszuführen und damit viel schnelleres Arbeiten als mit einer herkömmlichen Emulation. Die Ausführung der Software auf virtuellen EDV-Anlagen wird nur leicht langsamer als auf echter Hardware sein. Der Overhead ist noch ein Problem beim Disk I/O und bei der Ausführung von CPU-Instruktionen, aber es ist allgemein schneller als eine vollständige Emulation.
Vorteile der virtuellen EDV:
- Sie können ein vollkommen unterschiedliches Betriebssystem testen, ohne an Ihrem System „herumbasteln“ zu müssen.
- Sie können potenziell instabile Software betreiben, ohne um Schäden an Ihrem echten System fürchten zu müssen.
- Für Betriebssystementwickler bietet sich ein Weg zur Fehlerbehebung an, ohne ständig das System neu zu starten.
- Die Ausführung ist wesentlich schneller als bei einem echten Emulator wie z.B. Bochs.
Von den folgenden virtuellen EDV-Systeme ist bekannt, dass ReactOS unter Ihnen läuft.
VMware
VMware ist ein populäres, kommerzielles virtuelles Maschinensoftwaresystem für die x86-CPU-Familie. Es ist auf Windows NT, 2K, XP und Linux/FreeBSD lauffähig. Es unterstützt auch I/O-Ports, BIOS-Emulation, Netzwerkbetrieb und Tonausgabe. VMware kann auf einer Reihe von „Gast“-Betriebssystemen inklusive *DOS, Windows 9x/NT/2K/XP, ReactOS, Free Unices (*BSD, Linux) sowie auf vielen anderen laufen. VMware ist für 30 Tage kostenlos, danach müssen Sie eine Lizenz auf der Webseite erwerben.
QEMU
QEMU ist ein freier Emulator für die x86- und x64-Architekturen, welcher auch als partieller Virtualizer unter Benutzung eines Kernelmoduls, das unter Linux läuft, funktioniert. ReactOS sollte ab Version 0.5.5 von QEMU laufen.
Eine Anleitung zur Installation von QEMU unter unterschiedlichen Betriebssystemen (Windows, Mac OS X, Linux, BSD, Solaris) findet man unter http://qemu-buch.de/german/leseprobe.php Es wird auch die Installation von ReactOS als Gast-System beschrieben.
Beschränkungen
Hardwareunterstützung
Derzeit besitzt ReactOS nur limitierte Hardwareunterstützung. Eine Liste der wichtigsten Beschränkungen folgt:
- ReactOS benötigt zum Hochfahren mindestens 32 MB Arbeitsspeicher, es kann auch mit 24 MB laufen, obwohl dies nicht empfohlen wird.
- ReactOS kann nur von IDE-CD-ROMs und -Festplatten hochgefahren werden.
Beachten Sie, dass das Hochfahren von CD-ROM nur für das Starten des Installationsprogramms unterstützt wird, es sei denn, Sie nutzen die Live-CD-Option, was bedeutet, dass ständig von der CD-ROM hochgefahren werden muss. Das Hochfahren von CD-ROM für den alltäglichen Gebrauch wird nicht empfohlen. Obwohl es prinzipiell möglich ist, wird die vorgegebene Konfiguration das Erstellen einer Auslagerungsdatei verhindern, wenn von CD-ROM gestartet wird. Falls keine Auslagerungsdatei verfügbar ist, wird ReactOS stoppen, wenn kein weiterer Arbeitsspeicher zur Verfügung steht. In der Praxis verhindert dies die Anwendung jeglicher nicht-trivialer Programme.
Einrichten und Hochfahren
Derzeit hat das ReactOS-Installationsprogramm und der Bootloader eine Reihe von Beschränkungen, derer Sie sich bewusst sein sollten:
- ReactOS kann nur auf FAT16- oder FAT32-Partitionen installiert werden.
- Die aktive Partition muss eine FAT16- oder FAT32-Partition sein.
- Das Installationsprogramm kann nicht die Integrität des Dateisystems überprüfen.
- Das Installationsprogramm wird Benutzer nicht vom Ausführen gefährlicher und potenziell zerstörerischer Aktionen abhalten. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie es benutzen und nehmen Sie die Warnungen nicht auf die leichte Schulter.
ReactOS-Optionen zum Hochfahren
Kernel-Befehlszeile
Die Kernel-Befehlszeile ist eine Zeichenkette, die der Bootloader (normalerweise FreeLoader) an ReactOS übergibt. Sie besteht aus mehreren Schalter, von denen jeder eine besondere Bedeutung für ReactOS hat. Ein Schalter ist ein Slash (/), gefolgt von einer Zeichenkette (der Name des Schalters), und optional einem Gleichheitszeichen (=) und einer Zeichenkette (dem Wert). Wenn das Gleichheitszeichen vorhanden ist, wird nachfolgend mindestens ein Wert erwartet.
Die von Freeloader benutzte Syntax sowie die Variablen und Gerätekennungen gleichen den ARC (EN)-Firmware- und -Bootspezifikationen, ähnlich dem Bootsystem, welches in allen Windows NT-Ausführungen benutzt wird (so wie der Windows NT-Bootloader auf der x86-Architektur, oder der ARC-Konsole, die benutzt wird um Windows NT 4.0 auf MIPS (EN)-, Alpha AXP- und PowerPC-Architekturen hochzufahren). Daher sind Bootdisketten und andere Firmware- oder BIOS-zugänglichen Geräte durch die jeweiligen Bus-, Disk-, Slice- und Partitionswerte des dazugehörigen Gerätes angegeben.
Im FreeLoader ist die Kernelbefehlszeile durch eine Options-Einstellung in der freeldr.ini festgelegt. Der folgende Text ist ein Beispiel für den Inhalt der freeldr.ini, welche ReactOS von der ersten Partition des ersten IDE-Laufwerks des Rechnersystems hochfährt:
[ReactOS] BootType=ReactOS SystemPath=multi(0)disk(0)rdisk(0)partition(1)\reactos Options=/DEBUGPORT=SCREEN
Wie in der obigen Beispieldatei benutzt, ist DEBUGPORT eine Bootoption. Durch Hinzufügen der Bootoption /DEBUGREPORT=SCREEN, wird ReactOS Fehlerinformationen auf den Bildschirm ausgeben.
Boot-Optionen
Die folgenden Bootoptionen können benutzt werden:
-
DEBUGPORT - Die Spezifizierung
DEBUGPORTaktiviert als Bootoption gewisse Debugging-Eigenschaften.
- Format:
DEBUGPORT=[SCREEN|BOCHS|GDB|PICE|COM1|COM2|COM3|COM4|FILE|MDA]
Einer der folgenden Werte kann gesetzt werden:
-
SCREEN: Sendet eine Fehlerausgabe zum Bildschirm. -
BOCHS: Sendet eine Fehlerausgabe zu Bochs. -
GDB: Aktiviert den GNU Debugger (GDB)-Stub, sodass ein Debugging aus der Ferne via GDB möglich wird. -
PICE: aktiviert den privaten ICE-Treiber, sodass Debugging via ICE möglich wird. -
COM1: Sendet Fehlerbericht an COM1. -
COM2: Sendet Fehlerbericht an COM2. -
COM3: Sendet Fehlerbericht an COM3. -
COM4: Sendet Fehlerbericht an COM4. -
FILE: Sendet Fehlerbericht an eine Datei (Dateiname?). -
MDA: Sendet Fehlerbericht an MDA (Die alte Textgraphikkarte von IBM).
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BAUDRATE - Spezifiziert die Baudrate des seriellen Anschlusses auf
[baudrate]bps. Wird in der Verknüpfung mitCOM1-4oderGDBbenutzt.
- Format:
BAUDRATE=[baudrate]
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IRQ - Spezifiziert die IRQ-Nummer des seriellen Ports auf
[irq-number]. Wird im Verknüpfung mitCOM1-4oderGDBbenutzt.
- Format:
IRQ=[irq-number]
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PROFILE - Aktiviert das Profiling. Profiling-Informationen werden in
%windir%\profiler.loggeschrieben. Dies wird das System etwas verlangsamen.
- Format:
PROFILE
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MAXMEM - Wird ReactOS dahingehend begrenzen, nur das erste
[maxmem]-MB des physischen Speichers zu benutzen.
- Format:
MAXMEM=[maxmem]
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| This is an article written in German language. Dieser Artikel ist in deutscher Sprache verfasst. |

