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ma-games.de
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Post by ma-games.de » Tue Feb 07, 2006 10:26 am

Also auf der Wine Website steht nichts, dass es dort die selben Bedenken gibt. Aber meiner Meinung nach müsste es dort die gleichen Lizenz-rechtlichen Bedenken geben. Oder sehe ich das falsch?

Dr. Fred
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Post by Dr. Fred » Tue Feb 07, 2006 8:36 pm

Also es ist ja nicht bekannt geworden das WINE Entwickler windows source code runtergeladen haben. Also hat Wine damit schon mal kein Problem.
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frik85
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Post by frik85 » Tue Feb 07, 2006 11:06 pm

Nach meinen Informationen haben die ein sehr ähnliches Problem wie das ReactOS Projekt aber WineHQ geht das Ganze anderes an.

snajman
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Post by snajman » Thu Feb 09, 2006 12:11 pm

Moin Moin,

Ich danke euch für die Infos.

bye Jens

Dominik2
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Post by Dominik2 » Thu Feb 09, 2006 2:21 pm

Hallo!
EmuandCo wrote: Na, die Sache mit dem Code, der aus Windows per reverse engineering genommen wurde und dann in ReactOS verbaut wurde. Bei uns legal, aber in den USA?
Dr. Fred wrote: Reverse Engineering an sich ist, wenn es für der Kompatibilität dient, sowohl in den USA, als auch hier legal.
Nur nochmal zum Klarstellen, es ist in Deutschland NICHT erlaubt Ergebnisse die aus Reverse Engineering gewonnen wurden anderen verfügbar zu machen! Das mit der Kompatibilität simmt, ist aber nur solange legal, wie ich die Ergebnisse für mich behalte (=> keine Quelltexte veröffentlichen)! Bei einem OpenSource-Projekt also nicht!

MfG
Dominik

PS: Ich hoffe ich erinnere mich noch richtig! Alle Angaben ohne Gewähr!!!

Dr. Fred
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Post by Dr. Fred » Fri Feb 10, 2006 11:06 pm

Dominik2 wrote:Nur nochmal zum Klarstellen, es ist in Deutschland NICHT erlaubt Ergebnisse die aus Reverse Engineering gewonnen wurden anderen verfügbar zu machen! Das mit der Kompatibilität simmt, ist aber nur solange legal, wie ich die Ergebnisse für mich behalte (=> keine Quelltexte veröffentlichen)! Bei einem OpenSource-Projekt also nicht!
Davon hab ich noch nichts gehört. Von welchem Gesetz sprichst du ?
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Dominik2
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Post by Dominik2 » Sun Feb 12, 2006 2:17 pm

Hallo!
Dr. Fred wrote: Davon hab ich noch nichts gehört. Von welchem Gesetz sprichst du ?
Ich beziehe mich auf folgenden Artikel:

Zeitschrift: Toolbox 3/2005
Artikel: Recht: Marken-, Urheberrechts- und Patentverletzungen
Autor: Felix Klopmeier, Dipl. jur.

Es wird zum Thema Urheberrechtsverletzung auch auf das Decompilieren von Programmen (=> Reverse Engineering) eingegangen. Hier ein kurzes Zitat:
"... Die Informationen dürfen also nur im Entwicklerteam genutzt werden, aber nicht nach außen gelangen oder gar ins Internet gestellt werden. ..."

Zugegeben, es wird eigentlich gezielt "Decompilieren" angesprochen und nicht "Reverse Engineering" allgemein. Dies ist aber wohl meistens die einzige Möglichkeit RE zu betreiben. Im Falle ReactOS war dies doch auch so.

Da ich aber kein Jurist bin, weiss ich nicht wie der Begriff RE im Gesetz genau definiert ist (also ob da von "Decompilieren" die Rede ist)!

Man sollte evtl. nochmal genau recherchieren, um sicher sein zu können!

MfG
Dominik

Dominik2
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Post by Dominik2 » Sun Feb 12, 2006 3:51 pm

Hier noch ein kleiner Nachtrag:

In oben genanntem Artikel wird auch ausdrücklich gesagt, dass es nicht erlaubt ist mit den aus dem Decompilieren gewonnen Informationen ein Clone-Produkt zu erstellen!!!

Für ReactOS bedeutet dies unter dem Strich, dass eine Urheberrechtsverletzung (in Deutschland) vorliegt, sobald irgendwo etwas durch das Decompilieren von Windows erzeugt wurde!

Natürlich gilt wie immer: "Wo kein Kläger, da kein Richter!"
Das heißt aber nicht, dass es legal ist!

MfG
Dominik

Alexx
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Post by Alexx » Sun Feb 12, 2006 4:15 pm

Ich hab da so ne Frage zu diesem Thema: Heißt das, dass alle Versionen erstmal nicht mehr zum downloaden verfügbar sind oder kann man sich irgendwo noch eine ältere Version runterladen?

Dr. Fred
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Post by Dr. Fred » Sun Feb 12, 2006 4:55 pm

Dominik2 wrote: Es wird zum Thema Urheberrechtsverletzung auch auf das Decompilieren von Programmen (=> Reverse Engineering) eingegangen. Hier ein kurzes Zitat:
"... Die Informationen dürfen also nur im Entwicklerteam genutzt werden, aber nicht nach außen gelangen oder gar ins Internet gestellt werden. ..."
Das bezieht sich, direkt auf das Resultat vom Decompilen/Disassemblern. Also wenn ich eine Dll von Windows disassemblieren und dann den Assembler Code ins Netzt stellen würde, ist das rechtlich gesehen das Selbe, wie wenn ich die Dll selber veröffentlicht hätte.
Wenn ich aber mir den ASM Code ansehe und nieder schreibe was es macht, ist das vollkommen in Ordnung.
In oben genanntem Artikel wird auch ausdrücklich gesagt, dass es nicht erlaubt ist mit den aus dem Decompilieren gewonnen Informationen ein Clone-Produkt zu erstellen!!!
Es gibt keine speziellen Gesetze und auch keine Präsidenzfälle dazu (außer in dem USA). Hier geht es immer darum wie man das Urheberrecht auslegt. Deinem Artikel meint folgendes: Wenn man sich den Quellcode ansieht und in C-Code umwandelt. Das wäre genauso wie wenn man ein Buch auf englisch ließt und dann in deutsch übersetzt und veröffentlicht. Dann ist es auf jeden Fall eine Copyrightverletzung.

Wenn man aber ein Buch mit ähnlichen oder teilweise sogar gleichen Inhalt schreibt ist das kein Copyrightverstoß, man muss nur nachweisen können, dass man nicht direkt abgeschrieben hat.
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Dominik2
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Post by Dominik2 » Sun Feb 12, 2006 8:21 pm

Dr. Fred wrote: Das bezieht sich, direkt auf das Resultat vom Decompilen/Disassemblern. Also wenn ich eine Dll von Windows disassemblieren und dann den Assembler Code ins Netzt stellen würde, ist das rechtlich gesehen das Selbe, wie wenn ich die Dll selber veröffentlicht hätte.
Wenn ich aber mir den ASM Code ansehe und nieder schreibe was es macht, ist das vollkommen in Ordnung.
Hm, ich weiss nicht...
Es wird ja von "erhaltenen Informationen" gesprochen, nicht von "erhaltener Quelltext". Die Informationen habe ich eben durch das Decompilieren erhalten (ohne es wüsste ich sie nicht), auch wenn ich sie danach "verfremde".

MfG
Dominik

Dr. Fred
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Post by Dr. Fred » Mon Feb 13, 2006 2:01 pm

Dominik2 wrote:Hm, ich weiss nicht...
Es wird ja von "erhaltenen Informationen" gesprochen, nicht von "erhaltener Quelltext". Die Informationen habe ich eben durch das Decompilieren erhalten (ohne es wüsste ich sie nicht), auch wenn ich sie danach "verfremde".
Also ich kann mir nicht vorstellen, auf welchem Gesetz das basieren soll.
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